Michael Wolf - Kakteen

Heute (16.11.) fahren wir zuerst an den Morro Copiapo, südlich von Caldera. Hier ist der Typstandort von Copiapoa marginata. Die Anfahrt erfolgt über einen kurvigen Sandweg, durch kleinere Hügel und Senken. Am Standort angekommen muss man schon suchen um die Pflanzen zu finden. Das Habitat ist sehr steinig und wir finden nur wenige Pflanzen, leider auch keine Pflanze in Blüte.

Anschließend geht es weiter Richtung Norden, wir wollen heute bis Chañaral kommen. Unterwegs fahren wir kurz von der Ruta 5 ab in einen Sandweg und halten vor ein paar Hügeln. Hier soll Copiapoa megarhizza subsp. parvula wachsen. Nach einem kurzen Aufstieg beginnen im oberen Drittel des Hanges Felsbänder aus dunklem Gestein. Hier finden wir auch die Pflanzen. Sie sind mit ihrer Körperfarbe perfekt an die Umgebung angepasst, es dauert eine Weile ehe man die Pflanzen wahrnimmt. Je länger wir suchen um so mehr Pflanzen finden wir. Leider ist es immer noch stark bewölkt so das keine Pflanze mit offener Blüte zu finden ist.

Weiter auf dem Weg nach Norden biegen wir ab in die Quebrada El Leon. Über Schotterwege geht es hinein bis vor die große Sanddüne. Die gesuchten Pflanzen sind schnell gefunden. Copiapoa leonensis wächst hier gemeinsam mit Copiapoa marginata. Und, endlich ist auch etwas Sonne da und die Pflanzen öffnen ihre Blüten. Es stehen sehr viele Pflanzen hier, sie sind kaum zu übersehen.

Auf dem Rückweg aus der Quebrada sehe ich aus dem Fenster kleine gelbe Blüten aus dem Sand hervortreten. Vollbremsung! Raus und hin zu den Blüten. Die Freude ist groß, wir haben Thelocephala krausii gefunden. Ohne Blüten sind die pflanzen vermutlich nicht zu finden. Die Körper sind vollständig von Sand bedeckt, nur die Blüten schauen heraus. Ein einmaliger Anblick.

Weiter die Ruta 5 nach Norden. Bei La Ovallina biegen wir ab und fahren in ein felsiges Gebiet. Hier lassen sich Copiapoa saxifraga finden. Die Pflanzen stehen in einem dunklen Gestein und sind herrlich bedornt. Nach viele Fotos geht es weiter Richtung Norden.

Hinter Puerto Flamenco fahren wir nach Osten rein in die Felslandschaft. Von einem Freund haben wir einen Tipp bekommen zu einem Standort von Copiapoa marginata mit extremer Bedornung. Nach ein wenig Sucherei finden wir den Standort auch, von der Straße aus sind die Pflanzen nicht zu sehen. Inmitten von Schottergeröll stehen die Pflanzen mit einer Super Bedornung! Ob das noch C. marginata ist!? Leider sind es nicht sehr viele Pflanzen, ob die Population überlebt ist fraglich.

Anschließend geht es nach Chañaral und wir checken im Hotel Nuria ein.

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Samenliste auf Anfrage

weiter mit Tag 5

 



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