Heute (17.11.) wollen wir mit ein paar Bekannten einen Ausflug nach Las Lomitas im Nationalpark Pan de Azúcar unternehmen. Von Chañaral aus geht es über die Ruta 5 erst ein Stück nach Osten und danach Richtung Norden. An der C-112 nehmen wir den Abzweig und irgendwann biegen wir in ein kleines Tal ein.
Leider geht es nicht sehr weit, dann ist die 1. Schranke geschlossen. Das bedeutet aussteigen, Rucksack auf und weiter ca. 10 km zu Fuß (+Rückweg, auch nochmal 10 km).
Bei dieser Wanderung ist es faszinierend zu sehen, wie sich die unterschiedlich gefärbten Gesteinsformationen abwechseln. Nach ca. 5 km sind wir an der 2. Schranke angekommen und nach kurzer Rast geht es weiter. Wir laufen jetzt über eine Art Hochplateau, in der Ferne kann man die ersten Wolkenformationen sehen. Wir finden vereinzelt, tief im Boden versteckt Copiapoa esmeraldana und sehen ab und an kleine Echsen.
Die Wolken kommen immer näher und es tauchen einzelne, stark mit Flechten behangene Eulychnias auf. Wir laufen weiter und kommen in ein Gebiet mit Hügeln aus hellem und festen Granitgrus. Irgendwann kommen wir endlich bei den gesuchten Pflanzen an. Es handelt sich um Copiapoa laui ssp. adriannae. Es sind im Grunde C. laui, die aber nicht sprossen und damit solitär bleiben. Die kleinen und gut im Boden versteckten Pflanzen sind nicht leicht zu finden. Mittlerweile sind die Wolken soweit hereingezogen, das wir uns im Nebel befinden, die Sicht wird immer schwieriger. Nach vielen Fotos machen wir uns auf den Rückweg mitten durch die Wolken.
Bei den Autos angekommen geht es weiter auf der C-112 Richtung Küste. An einem großen Feld mit Copiapoa cinerascens halten wir an und machen Fotos. Die Pflanzenanzahl geht hier sicherlich in die Millionen.
Nach vielen Fotos geht es zurück nach Chañaral ins Hotel.
