Michael Wolf - Kakteen

Heute (18.11.) fahren wir wieder mit unseren Bekannten in Richtung Nationalpark Pan de Azúcar. Wieder über die Ruta 5 und von Osten in den Nationalpark hinein.

Es geht sehr lange und auf beschwerlichem Weg durch ein Tal. Am Rande tauchen die ersten Eulychnien und Copiapoa columna-alba auf. An einer bestimmten Stelle halten wir an und steigen für eine ausgiebige Fototour aus. Es ist noch früh am Tag und der Himmel ist bewölkt, von daher ist das Licht für gute Fotos nicht optimal. Hier finden wir Copiapoa columna-alba mit schwarzen und weißen Dornen an der gleichen Pflanze. Es scheint eine Art Übergangsform zu sein, auf jeden Fall sehr beeindruckende Pflanzen. Gemeinsam mit diesen kommt hier Copiapoa bridgesii vor, allerdings nur mit sehr wenige Pflanzen. Nach vielen Fotos fahren wir weiter in Richtung Süden, durch eine Gegend mit Millionen von Copiapoa columna-alba. Die Pflanzen stehen hier soweit das Auge reicht, bis an den Horizont.

Irgendwann sind wir am (Zwischen-)Ziel angekommen. Schon seit einiger Zeit sind wir durch eine Gegend gefahren, in der fast ausschließlich Eulychnien stehen. Die Pflanzen sind besetzt mit roten Flechten und/oder Pilzen. In Richtung Westen kann man den Pazifik und in der Ferne Chañaral sehen.

Nach kurzem suchen finden wir schnell Copiapoa bridgesii und nach längerem suchen auch Copiapoa hypogeaCopiapoa hypogea ist nur schwer zu finden, die Pflanzen sind tief im Substrat versteckt und haben die perfekte Körperfarbe zur Tarnung. Wir machen uns an den Aufstieg zur westlichen Felskante. Auf dem Weg dahin werden die C. bridgesii gefühlt immer schöner. Sie haben kurzzylindrische Körper, sind prall gefüllt und eine perfekte Bedornung. Bald sind wir angekommen an der Felskante und haben einen tollen Ausblick auf Chañaral. Hier oben stehen Nebelfanganlagen, mit denen Wasser gewonnen wird. Diese Anlagen kann man auch von Chañaral aus sehen. Wir laufen jedoch weiter und nach einiger Zeit finden wir auch die Pflanzen, wegen denen wir hier her gekommen sind, Copiapoa mollicula. Hier befindet sich der Typstandort der Art und je länger wir suchen, umso mehr Pflanzen finden wir. Auch diese Pflanzen sind mit ihrer Körperfarbe perfekt an das Substart angepasst. 

Nach dem Rückweg zu den Autos steigen wir ein und fahren Richtung Norden zu einem weiteren Standort für heute. Hier wachsen in der Mehrzahl Copiapoa serpentisulcata. Auch hier lassen sich wenige Copiapoa hypogea und auch C. bridgesii finden. Die C. serpentisulcata wachsen hier in großen Gruppen und mit etwas Glück finden wir auch eine C. bridgesii in Blüte. 

Nach vielen Fotos geht es wieder in die Autos und wir machen uns auf dem Rückweg. An einer Stelle mit den Massenbeständen von C. columna-alba machen wir noch einen Stopp. Anschließend geht es wieder ins Hotel nach Chañaral.

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