Heute (20.11.) geht es in die Quebrada San Ramon, etwas nördlich von Taltal.
Früher war am Eingang wohl ein sehr großer Schrott- und Müllplatz, als wir dort ankamen ist nahezu alles beräumt bis auf wenige Reste. Nach der ersten Biegung erwartet uns dann auch das (relativ neue) Schild, welches die Quebrada als Nationalpark ausweist. Gleich zu Beginn müssen wir durch eine Feuchtstelle mit sehr hohen Binsen(?) hindurch, ab dann wird es deutlich trockener.
Schon bald sehen wir die ersten Copiapoa cinerea MW128, schöne schwarz bedornte Pflanzen. Es dauert nicht lange dann kommen Pflanzen hinzu mit schwarzen, braunen und hellen Dornen. Wie immer ist eine Pflanze schöner als die andere, man weiß gar nicht was man zuerst fotografieren soll.
Nach einiger Wegstrecke erreichen wir eine Stelle an der fast nur noch weiß bedornte Pflanzen zu finden sind, Copiapoa cinerea var. albispina MW130. Auch eine Eriosyce ist hier zu finden, die Pflanzen sind allerdings zum Teil sehr ausgetrocknet. Kurz darauf finden wir auch bereits die ersten Copiapoa krainziana MW132.
Im allgemeinen fällt das laufen schwer, der Talgrund ist ein Gemenge aus groben und feinem Kies, man sinkt bei jedem Schritt mehr oder weniger ein und hat nur selten einen festen Untergrund. Wenig später geht es durch eine zweite, deutlich größere Feuchtstelle, wieder mit Binsen. Zum Teil sieht man sogar fliessendes Wasser.
Danach weitet sich das Tal und wir finden Pflanzen, die früher mit Copiapoa tenebrosa MW134 bezeichnet wurden. Was das nun genau ist, lassen wir das lieber die Spezialisten entscheiden. Die Pflanzen sind deutlich graugrüner und haben einen mehr oder weniger deutlich ausgeprägten orangegelb bewollten Scheitel. Die Bedornung geht von schwarz bis hin zu hellgelb und die Pflanzen bilden durch Sprosse große Polster.
Nach sehr vielen Fotos geht die Wanderung weiter, immer weiter rein in die Quebrada. Mittlerweile ist es Mittag und es ist sehr warm, dennoch ist immer Windbewegung zu spüren.
Irgendwann tauchen kleinere Kugelkakteen auf, dicht schwarz bis hornfarben bedornt, fast immer einzeln wachsend mit einem leicht bewolltem Scheitel, wir haben Copiapoa rupestris MW136 gefunden. Leider ist keine Pflanze in Blüte, nur die roten Blütenknospen sind zu sehen. Dennoch sind die Pflanzen sehr eindrucksvoll.
Wenig später tauchen wieder Copiapoa krainziana MW137 auf. Einige Pflanzen sind im Scheitel braun bedornt. Zu unserem Glück sind auch einige Pflanzen in Blüte und wir können sehr schöne Fotos machen. Hier an diesem Standort wachsen sie gemeinsam mit C. rupestris.
Irgendwann machen wir uns dann auf den langen Rückweg durch die Quebrada zurück zum Strand. Dort angekommen gibt es eine lange erholsame Pause mit den Füßen im Pazifik.
weiter mit Tag 9
